, Weimar
Workshop Forumtheater
Ausschreibung
Wie kann Forum-Theater in der Bildungsarbeit eingesetzt werden?
In diesem Workshop lernst du die Methode mit ihren Potenzialen und Herausforderungen kennen und entwickelst eigene Ideen zur Umsetzung. Wir unterstützen dich dabei, ein Forum-Theater für deinen eigenen Kontext zu entwickeln, um Ausgrenzung und Diskriminierung wie z.B. Rassismus pädagogisch zu bearbeiten und deiner Zielgruppe Handlungsspielräume zu eröffnen.
Wie lässt sich mit Ausgrenzung und Diskriminierung pädagogisch arbeiten – jenseits von Frontalinput und reiner Diskussion? In diesem Workshop lernst du das Forum-Theater als partizipative Methode kennen, die reale Konfliktsituationen von Jugendlichen aufgreift und in Schule, Jugendarbeit und anderen pädagogischen Kontexten gemeinsam bearbeitbar macht.
Unsere praktischen Erfahrungen zeigen dir, wie Forum-Theater funktioniert, welche Potenziale die Methode für die pädagogische Arbeit bietet und wo ihre Grenzen liegen. Beim Forum Theater können wir anhand von kurzen Szenen aus dem Alltag Machtverhältnisse reflektieren und alternative Umgänge mit diskriminierenden Situationen ausprobieren. Im Mittelpunkt steht dabei nicht „die richtige Lösung“, sondern das gemeinsame Erforschen von Handlungsmöglichkeiten.
Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops liegt auf dem Transfer in die eigene Praxis: Wir brainstormen, wie Forum-Theater in euren unterschiedlichen Kontexten eingesetzt werden kann, welche Voraussetzungen es braucht und welche Herausforderungen zu beachten sind.
Workshopleiter
Josefin Hessel studierte Humangeographie mit einem Schwerpunkt auf politischen und sozialen Fragestellungen und ist seit vielen Jahren in der politischen Bildungsarbeit aktiv. Nach einer Ausbildung im Bereich politische Bildung beim Netzwerk Demokratie und Courage e.V. leitete sie ab 2021 regelmäßig Projekttage und Workshops mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Seit 2024 arbeitet sie verstärkt mit Methoden des Forum Theaters in unterschiedlichen Kontexten.
Aktuell ist sie im Rahmen des Projekts „Mach(t) Theater“ beim Zusammen-Leben-Gestalten e.V. tätig und entwickelt gemeinsam mit unterschiedlichen Jugendgruppen an Schulen Forum-Theater-Szenen zu gesellschaftlichen Themen. In ihrer Arbeit stehen insbesondere Fragen von Rassismus, Sexismus und Klassismus im Mittelpunkt.
Ihre politische Bildungsarbeit ist geprägt von einer partizipativen und niedrigschwelligen Arbeitsweise, die Bewegung, gemeinsames Ausprobieren und kollektive Reflexion miteinander verbindet. Dabei ist es ihr wichtig, Räume zu schaffen, in denen Jugendliche eigene Erfahrungen einbringen, Handlungsmöglichkeiten erproben und gesellschaftliche Verhältnisse kritisch hinterfragen können.
Foto: Sahi Zaynid
Nadja Grasselli ist in Italien aufgewachsen und lebt seit etwa 20 Jahren in Deutschland. Sie hat Politikwissenschaften an der Alma Mater Universität in Bologna (BA) und Europäische Literaturen (MA) an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert. Sie war lange freiberuflich als Dramaturgin, Regisseurin, Autorin, Leiterin soziokultureller Projekte, Theaterpädagogin (…) vor allem in Deutschland und Italien tätig und leitete das Projekt LMN Liminale Räume. Seit der Spielzeit 2022/23 ist sie Theaterpädagogin und koordinierende Leiterin der TheaterFABRIK am Theater Altenburg Gera.
Foto: Ronny Ristock
Arbeitszeiten, Arbeitsort
Montag, 14.09.2026, 10 - 16 Uhr
mon ami Weimar, Goetheplatz 11
max. 15 Teilnmehmer:innen
Teilnahmebedingungen
Teilnehmerbeitrag: (Mitgliedschaft LAG, Studierende)
Anmeldung unter:
Anmeldeschluss: 01.09.2026
Förderer
Kooperationsveranstaltung von LAG Spiel und Theater in Thüringen e.V., Zusammen-Leben-Gestalten e.V. und TheaterFABRIK Gera
Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz
Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur